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19.03.2017 - 01.04.2017
USA-Austausch in Viersen
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20.03.2017 - 26.03.2017
B-Woche
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27.03.2017 - 02.04.2017
A-Woche
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27.03.2017 - 07.04.2017
EF: BOW
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31.03.2017 - 05.04.2017
Englandaustausch in Bradford
Literaturkurs

Blog und Abstimmung

 

Der diesjährige Literaturkurs der Q1 arbeitet an einem selbst geschriebenen Stück. 

Einen Einblick in die Arbeit erhalten Sie / erhaltet Ihr auf unserem Blog

Dort kann auch bis zum 1. Mai abgestimmt werden, welchen Titel das Stück bekommen soll!

Wir hoffen auf viele Besucher und zahlreiche Stimmen!

Deine Stimme zählt

Schüler betreten NRW-Wahlarena

 

Beim RP-Projekt "Deine Stimme zählt" kommen Hannah Wenzelewski und Otto Cerny, beide Q2, mit NRW-Politikern ins Gespräch.
 
Ehemaligentreffen

Alle Jahre wieder...

 

treffen sich Ehemalige unserer Schule eine Woche vor Beginn der Osterferien.

Das diesjährige Treffen findet statt am 31.03.2017 von 19.00h bis 23.00h im Foyer unserer Schule.

Wir freuen uns auf viele alte Gesichter und einen schönen Abend!

» Einladung

Abitur 2017

Abiturtermine 2017

 

Hier finden Sie / findet Ihr die (Nachschreib-) Termine für das schriftliche Abitur 2017 aus dem Runderlass des Ministeriums.

» Schriftliches Abitur

» Nachschreibtermine

Wochenangabe

A- oder B-Woche?

 

Diese Frage ist ganz leicht zu beantworten: Alle ungeraden Wochen sind A-Wochen, alle geraden Wochen sind demnach B-Wochen. Ein Blick auf unsere Homepage oder in den heimischen Kalender kann somit ganz schnell helfen und die Schultaschen sind immer richtig gepackt!

Bote 3/03

Erasmus
Bote

 


März 2003  Schuljahr 02/03
Eltern- und Schülerbrief
Nr. 16


Sehr geehrte Eltern,
liebe Schülerinnen und Schüler, liebe Kolleginnen und Kollegen!

Auf ein Wort ...
In letzter Zeit erreichten mich teils direkt teils auf Umwegen Klagen über ausfallenden Unterricht. Zunächst einmal möchte ich Sie als Eltern ermutigen, berechtigte kritische Anfragen direkt an mich zu richten oder sie zumindest so weiter zu geben, dass sie mich nicht zufällig erreichen, sondern gezielt und beabsichtigt. Denn Sie haben ein Anrecht darauf, über die Gründe des ausfallenden Unterrichts informiert zu werden. Ein sinnvoller Weg ist auch, Herrn Kamps, unseren Schulpflegschaftsvorsitzenden, anzusprechen. Er kann Kritik „von Amts wegen“ anonym weiterleiten.

Wenig hilfreich und der Schule eher schadend sind jedoch unabgestimmte Einzelaktionen z.B. mit Beschwerdebriefen über die konkrete Unterrichtssituation an unserer Schule an die Bezirksregierung oder sogar an den Regierungspräsidenten.

Auch deshalb einige Anmerkungen zur Unterrichtsverteilung im zweiten Halbjahr:

  1. Die Summe des Unterrichtsausfalles ist in jeder Klasse 5-10 genauso groß wie im ersten Halbjahr: Alle Klassen haben einen um 2 Wochenstunden reduzierten Pflichtplan. Allerdings haben sich gegenüber dem ersten Halbjahr Verschiebungen in den betroffenen Fächern ergeben. So findet z.B. in sämtlichen Klassen 7-9 wegen der Pensionierung von Herrn Johann kein Religionsunterricht statt.
  2. Wir haben den Ausfall dadurch minimiert, dass wir auch jetzt wieder an anderer Stelle Unterricht erhöht haben. Das heißt, wir haben fachspezifischen Lehrermangel durch fachspezifischen Lehrerüberhang ausgeglichen und in bestimmten Fächern die Wochenstundenzahl zum Ausgleich erhöht.
  3. Der Umfang der Unterrichtskürzungen liegt an dem inzwischen auch bei uns eingetretenen Lehrermangel. Deshalb können wir nicht mehr wie in den zurückliegenden Jahren „aus dem Vollen schöpfen“.
  4. Dies betrifft auch den wegen Krankheit, Fortbildung, Klassenfahrten oder Exkursionen ausfallenden Unterricht. Während dieser Unterricht früher problemlos vertreten werden konnte, müssen wir ihn heute in einem bestimmten Umfang leider ausfallen lassen. Denn unsere Lehrer können nicht unbegrenzt erkrankte oder beurlaubte Kollegen vertreten. Und bei einem zunehmend höheren Altersdurchschnitt des Kollegiums nimmt die Zahl an Erkrankten natürlicherweise zu.
  5. Ich bitte Sie also, Verständnis dafür zu haben, dass auch bei uns der vorgesehene Unterricht nicht mehr in vollem Umfang erteilt werden kann.
    (Zu Ihren Möglichkeiten, dagegen zu protestieren, siehe Seite 2, Landeselternschaft)
  6. Die Schulkonferenz hat beschlossen, ein Schulzeitverkürzungs- und Begabtenförderungsmodell zu verwirklichen, wie dies die damalige Ministerin, Frau Behler, in ihrem Schreiben vom 22.02.01 an die Erziehungsberechtigten als Ziel der Landesregierung formuliert. Für den dafür notwendigen Förderunterricht erhält die Schule einen Stellenzuschlag. Der Förderunterricht geht also nicht zu Lasten anderen Unterrichts.  (siehe Artikel Seite 3).
  7. Die PISA - Diskussion der letzten Wochen hat erneut eindringlich gezeigt, wie wichtig auch die Förderung von Kindern der Erprobungsstufe ist, die in Teilbereichen Schwächen aufweisen. Deshalb werden wir auch in Zukunft daran festhalten, diesen Schülern im zweiten Halbjahr der Stufe 5 Förderunterricht anzubieten – zumindest solange, als wir in diesen Fachbereichen einen Lehrerüberhang haben.

Personalia
„Was bleibt?“, wenn ein Kollege am Ende seines beruflichen Lebens die Schule verlässt?

Mit Beginn des zweiten Halbjahres ist Herr Johann in den wohlverdienten Ruhestand getreten. Fast 28 Jahre lang hat er bei uns Religion und Philosophie unterrichtet. Er war ein Glücksfall für die Schule. Denn da er gleichzeitig Priester ist, hat er in all den Jahren regelmäßig unsere Schulgottesdienste gehalten, bis vor wenigen Jahren sogar jeden Donnerstag morgen im ökumenischen Zentrum eine Messe für die Oberstufenschüler.

Dass Herr Johann Jahrzehnte lang der Vorsitzende des Lehrerrates war, zeigt, wie sehr ihn das Kollegium geschätzt hat.

Für sein Wirken und für die Spuren, die er an unserer Schule hinterlassen hat, danke ich ihm auch an dieser Stelle noch einmal ganz herzlich. In seiner Abschieds-predigt am Tag der Zeugnisausgabe hat er uns sein Anliegen mit auf den Weg gegeben: Ehrfurcht vor dem andern, Achtung der Würde des Menschen – auch und gerade im Schulalltag.

Wenn das von Herrn Johann „bleibt“, dann bleibt uns wahrlich Elementares!

Ich wünsche ihm für den Ruhestand alles Gute, Gesundheit und endlich Zeit für sich selbst.

Seit 1. Februar unterrichtet Frau Roham-Pour die Fächer Latein und Spanisch an unserer Schule. Ich begrüße sie und heiße sie als „Nachwuchs-Kollegin“ herzlich bei uns willkommen. Da sie mitten im Schuljahr ihren Dienst aufgenommen hat, war an mehreren Stellen ein Lehrerwechsel unumgänglich.
Ich wünsche ihr einen guten Start und ein erfolgreiches pädagogisches Wirken.

Zum kommenden Schuljahr werden uns zwei weitere Lehrkräfte mit den Fächern Latein / kath. Religion sowie Englisch / Deutsch zugewiesen. Mit diesen Neueinstellungen können wir wenigstens einen Teil der Pensionierungen ausgleichen.

 

Landeselternschaft / Protestaktion gegen Lehrermangel

Die Landeselternschaft der Gymnasien plant noch vor den Osterferien eine Email-Protestaktion gegen den herrschenden Lehrermangel an nordrhein-westfälischen Gymnasien. In einer Mitteilung an die Klassen- und Schulpflegschaftsvorsitzenden ruft die Vorsitzende, Frau Hannelore Kirchhoff, alle Eltern dazu auf, sich per Email an das Ministerium zu wenden, um gegen den Unterrichtsausfall an den Gymnasien des Landes zu protestieren. Über einen Textvorschlag können Sie sich bei Ihrer / Ihrem jeweiligen Pflegschaftsvorsitzenden informieren.

Email – Adresse der Ministerin:

Postanschrift:
Ministerium für Schule, Jugend und Kinder, Völklinger Str. 49, 40221 Düsseldorf

Ich möchte unsere Eltern um Unterstützung für diese Aktion bitten. Wir sollten damit unserem Unmut über die Lehrerversorgung auch an unserer Schule Ausdruck verleihen.

Friedhelm Kamps, Schulpflegschaftsvorsitzender
 

Konzert der Erasmus-Symphoniker

Am 19. Februar fand das 13. Konzert der Erasmus-Symphoniker statt. Drei Tage lang hatten die Musiker und ihr Dirigent, Dr. Andreas Schneider, wie schon in den Jahren zuvor intensiv im Jugendgästehaus in Oberwesel geprobt. Das Ergebnis konnte sich wahrlich hören lassen. Musik von Mozart stand als erstes auf dem Programm. Nach einer Anwärm- und Anlaufphase fanden die Orchestermitglieder schnell zu einem konzertanten Zusammenspiel. Vor der Pause präsentierte die ehemalige Schülerin Ulrike Nebel mit ihrem Klavierlehrer Ochalski Mozarts vierhändige F-Dur-Sonate in einer gut aufeinander abgestimmten Spielweise.
Im zweiten Teil spannten die Symphoniker den musikalischen Bogen von Verdi (Triumphmarsch aus „Aida“) über Prokofieff („Peter und der Wolf“) bis zu Shem E. Levis („Amud Ha´esh“). Clara Watermann (Stufe 6) trat das Erbe von Laura Götzenburger an und gab ihr Debüt als Sprecherin. Sie las die verbindenden Texte zu „Peter und der Wolf“.

Der Beifall des Publikums bestätigte ein gelungenes und reichhaltiges Konzert.

 

Vorlesewettbewerb

In jedem Jahr findet ein vom „Börsenverein des deutschen Buchhandels e.V. Frankfurt“ ausgeschriebener Vorlesewettbewerb statt. Zunächst konkurrieren die besten Vorleser einer Klasse, der Gewinner tritt dann gegen die Mitbewerber der Parallelklassen an. Der so ermittelte Schulsieger zeigt sein Können anschließend auf Kreisebene.
Wie Sie der Presse vielleicht entnommen haben, ist Hannah Heines, 6a, am 24. Februar Kreissiegerin der sechsten Klassen geworden. Inzwischen nimmt sie in Essen auf bezirksebene an der nächsten Runde teil.

Zu diesem Erfolg gratulieren wir ihr ganz herzlich.

 

Schüleraustausch...
 

Der regelmäßige Schüleraustausch mit unseren drei Partnerschulen füllt den Leitgedanken „Weltoffenheit“ unseres Schulprogramms mit Leben.

... mit Warschau

Zum letzten Mal organisiert Herr Schmitz den Austausch mit unserer Partnerschule in Warschau. Unsere Schüler sind dort mit Frau Menke und Frau Wirtz als Fahrtleiterinnen vom 3.4. – 11.4.03 zu Gast. Ein reichhaltiges Besuchsprogramm sowie genügend Zeit zum privaten Kennenlernen sind jedes Mal fester Bestandteil dieses Austausches. Dabei haben sich unsere polnischen Partner immer wieder als sehr großzügig und gastfreundlich erwiesen. – Ein Dank an Herrn Schmitz wird anlässlich seiner Pensionierung im Erasmus-Boten vor den Sommerferien erscheinen.
 

... Mit Den USA

Herr Buttler und Frau Angerhausen hatten für den Zeitraum vom 5.4. - 23.4.03 den Schüleraustausch mit unserer Partnerschule in den USA geplant. Aufgrund des Irak-Krieges haben sie in Absprache mit den amerikanischen Partnern diese Reise auf den Herbst verschoben. Zu dieser Entscheidung hat unter anderem beigetragen, dass amerikanische Schulen zur Zeit keine Exkursionen, Museumsbesuche etc. durchführen dürfen. Davon wären auch unsere Schüler betroffen.
 

... mit Lambersart

Vom 5. – 14.4.03 reisen Frau Baltes und Frau Nass mit Schülern nach Lambersart zum traditionellen Austausch mit unserer dortigen Partnerschule. Auch in Lambersart wartet ein abwechslungsreiches Programm auf die Schüler. Im Herbst erfolgt dann der Gegenbesuch. –- Allen Teilnehmern wünschen wir einen schönen und erfolgreichen Aufenthalt.
 

action  medeor

Die in Tönisvorst bei Krefeld ansässige Hilfsorganisation verschickt Medikamente in Krisengebiete der ganzen Welt. Diese Arzneien werden ausschließlich mit Spendengeldern finanziert.
Mit dem Spenden-Erlös aus dem Postkartenverkauf während der Adventszeit und der Kollekte im Weihnachtsgottesdienst konnten wir medeor 543,- €  überweisen. Allen Helfern und vor allem Spendern einen herzlichen Dank. Der gilt in besonderer Weise Herrn Metz, der diese Aktion an unserer Schule betreut. Sie stellt eine gute Möglichkeit dar, Verantwortungsbewusstsein für Menschen zu entwickeln, die in Krankheit und Not leben und nur mit Hilfe anderer überleben können.

 

Schulzeitverkürzung / Begabtenförderung

Die Landesregierung erwartet von jeder Schule, dass sie ihren Schülern ein Modell der Schulzeitverkürzung anbietet. Da es sich bei Schulzeitverkürzern zugleich um begabte und leistungsstarke Schüler handelt, ist Schulzeitverkürzung immer auch eine Frage der Begabtenförderung. Unbestritten ist dies jahrzehntelang vernachlässigt worden. Dabei fordert die Landesverfassung NRW in Artikel 6 (1)  wörtlich: „Der Jugend ist die umfassende Möglichkeit zur Berufsausbildung und Berufsausübung zu sichern. Begabte Jugendliche sind besonders zu fördern.“
Um dies zu ermöglichen, hat sich unsere Schulkonferenz für das sog. Gruppenspringen entschieden: Geeignete Schüler werden als Gruppe zusammengefasst und in einem zweijährigen Begleitprogramm gefördert. Dafür erhält die Schule einen Zuschlag bei der Lehrerstellenberechnung. Die Schüler „springen“ bei uns am Ende von 7.1 ins zweite Halbjahr der Stufe 8. – Diese Festlegung ist Bestandteil unseres Schulprogramms.

Frau Menke koordiniert den Bereich Schulzeitverkürzung / Begabtenförderung und ist Ansprechpartnerin für Schüler und Eltern. Sie ist in diesem Zusammenhang zur Oberstudienrätin befördert worden und von der Bezirksregierung offiziell mit diesem Aufgabenbereich betraut worden.

 

Die  pädagogische  Ecke :

DIE ANGST VOR DER KLASSENARBEIT

Im Folgenden drucke ich zu diesem Thema den ersten Teil eines Artikels von Margit Rick-Hullmann, Schulpsychologischer Dienst des Rheinisch-Bergischen Kreises, ab. Die Veröffentlichung ist von der Autorin ausdrücklich erwünscht. Den vollständigen Artikel können Sie im Internet abrufen unter www.schulpsychologie.de.
Ich hoffe, dem einen oder anderen mit diesen Ausführungen helfen oder Anregungen geben zu können.

Fast jeder Erwachsene, der an seine eigene Schulzeit zurückdenkt, erinnert sich auch an das Gefühl der Angst und der Not vor Klassenarbeiten. In gewissem Umfang scheint dieses Gefühl «normal» zu sein, aber oft wird es zu einer quälenden Begleiterscheinung — und manchmal zum Grund für das Scheitern in der Schule. Im folgenden Text sollen einige Grundlagen zum Thema Klassenarbeitsangst dargestellt werden, und auch ein paar Möglichkeiten, vorzubeugen oder aktiv dagegen anzugehen.

1. Ist «Angst» eigentlich immer negativ?
Nein! Es mag sich merkwürdig anhören, aber ein geringes Maß von Angst vor Klassenarbeiten oder Tests ist sogar ganz sinnvoll. Angst ist zuerst einmal ein Erregungszustand; Erregung bis zu einem bestimmten Maß ist der Leistung durchaus förderlich, weil sie, um diese altmodische Redewendung zu benutzen, «die Sinne schärft». Um das an einem Beispiel zu verdeutlichen: wer völlig angstfrei (d.h. arglos) mit dem Auto fährt, der wird ziemlich schlecht fahren, nämlich unaufmerksam und entweder träge oder sorglos.

Wer sich der in gewissem Maße immer gefährlichen Situation des Straßenverkehrs bewusst ist, also ein bisschen Angst hat, fährt aufmerksamer, sicherer und besser.

Das gleiche Beispiel taugt aber auch dazu, die negative Seite zu veranschaulichen, wenn also die Angst zu groß ist. Wer eine unrealistisch übersteigerte Angst vor dem Autofahren hat, wird schon bei kleinen Störungen panisch und unangemessen reagieren, hektisch werden und jede Menge Fahrfehler begehen.

Und so ist es auch bei der Angst vor Klassenarbeiten: das grundsätzlich richtige Gefühl («Ich bin jetzt in einer Prüfungssituation und soll etwas leisten!») wird durch Übersteigerung zum Hemmschuh, zum Grund für das Versagen, für panische Situationen — und nachträglich oft zum Grund für die Frage «Wie konnten mir bloß so dämliche Fehler passieren?» Wenn im folgenden Text von Klassenarbeitsangst gesprochen wird, ist immer die übersteigerte und leistungshemmende Art gemeint.

2. Gibt es das «überängstliche Kind an sich»?
Ja, aber mit Einschränkungen. Schulpsychologische Erfahrung zeigt, dass Kinder mit Prüfungsängsten oft auch besonders ängstliche Eltern haben, die z.B. in ihrer eigenen Schulzeit ebenfalls unter Klassenarbeitsangst gelitten haben und insgesamt eher übervorsichtig sind. Dabei sollte man wohl nicht von einer vererbten Angst (im genetischen Sinn) ausgehen. Was sich da «vererbt», dürften eher die Einstellungen sein,

Meinungen und Gefühle. Die Kinder solcher Eltern haben einen großen Vorteil: da sich die Eltern meist an eigene Nöte und Ängste erinnern, können sie verständnisvoller reagieren auf die Gefühle und Handlungsweisen ihrer Kinder. In der Mehrzahl der Fälle ist aber wohl nicht eine grundlegende «Veranlagung zur Prüfungsangst» anzunehmen, sondern übersteigerte und leistungshemmende Ängste sind irgendwie aus Erfahrungen entstanden.

Oft entsteht Klassenarbeitsangst in einem einzigen Fach. Rechtschreibschwache Kinder entwickeln Angst vor dem Diktat, rechenschwache Kinder vor der Mathematikarbeit. Mit der Angst vor Arbeiten in einem einzigen Fach ließe es sich ja durchaus leben. Aber leider hat die Angst vor Prüfungssituationen die unangenehme Eigenschaft, sich auszubreiten. Aus der schlimmen Mathematikarbeit wird die schlimme Klassenarbeit; aus einem vielleicht noch überschaubaren Problem wird ein generelles.

3. Welche Ursachen kommen für Klassenarbeitsangst in Frage?
Viele! Es gibt nur selten «die eine» Ursache für Prüfungsangst, sondern meistens wird es sich um ein Bündel von Ursachen handeln, die sich teils gegenseitig bedingen.

3.1 Die völlig berechtigte Angst — Überforderung
Viele Schulkinder sind – oft bedingt durch die Wahl der falschen Schulform – einfach überfordert. Wer andauernd erlebt, dass die Schule von ihm Leistungen fordert, die er auch mit großer Anstrengung nicht erbringen kann, entwickelt natürlich auch Angst, eine ganz richtige Reaktion. Hier besteht die Gefahr, dass man am Symptom der Prüfungsangst arbeitet, aber die Ursache außer Acht lässt; das ist zum Scheitern verurteilt. Bei extrem prüfungsängstlichen Kindern ist zuerst immer zu klären, ob sie nicht schulisch überfordert sind, durch (selbst-)kritische Beobachtung, durch engen Kontakt zur Schule, notfalls durch eine schulpsychologische Untersuchung.

3.2 Die Angst vor der Reaktion der Eltern
Das ist (leider!) sehr häufig der Grund, der zur Entwicklung von Klassenarbeitsangst führt. Wohl kaum ein Elternteil möchte seinem Kind bewusst Angst vor Prüfungen machen; dazu wissen die meisten Erwachsenen zu gut, wie leistungshemmend Angst sein kann. Und trotzdem passiert es oft, dass die Reaktion der Eltern auf schlechte Noten (oder auch schon die Reaktion, die ein Kind von seinen Eltern erwartet!) zur Entwicklung übersteigerter Ängste führt.

Das Klischee von brüllenden oder prügelnden Eltern trifft kaum zu. Meistens sind es die unterschwelligen Erwartungen der Eltern, das Enttäuschtsein bei schlechten Noten, die «langen Gesichter», die unendlichen Diskussionen über die Wichtigkeit des schulischen Erfolges, die langsam und stetig zur Entwicklung von Prüfungsangst führen. Eine langfristige «miese Stimmung» zuhause, die durch schulische Misserfolge bedingt ist, kleine Sticheleien, die dauernde Verknüpfung von Erlaubnissen mit besseren Noten, die Schule insgesamt als Dauerthema — das kann oft mehr Schaden anrichten als ein kurzes heftiges «Donnerwetter» nach einer missratenen Klassenarbeit.

Viele dieser Reaktionen von Eltern sind eigentlich nicht gewollt, sie «passieren» einfach. Hintergrund sind oft letztlich Ängste der Eltern («Was soll nur aus dem Jungen werden?»), eigene Erfahrungen im Beruf («Du hast ja überhaupt keine Ahnung, wie wichtig heute ein guter Schulabschluss ist!»), manchmal auch Unkenntnis über den Ausbildungsstand ihres Kindes und die Anforderungen der Schule («Meine Güte, wie kann man denn so was Einfaches nicht kapieren?!»).

Es gibt wirklich Schülerinnen und Schüler, die mitten in einer Klassenarbeit, an einer irgendwie schwierigen Stelle, plötzlich an die zu erwartenden Reaktionen ihrer Eltern denken. An diesem Punkt ist dann an Konzentration nicht mehr zu denken, die Angst hat die Oberhand.

Auf jeden Fall sollte es Eltern zu denken geben, wenn Kinder versuchen, Noten zu verschweigen (Versuch deshalb, weil es ja doch immer schief geht); dann liegt der Schluss schon ziemlich nahe, dass es die Reaktion der Eltern ist, vor denen das Kind Angst hat.

3.3 Die Angst vor der Reaktion in der Schule
Auch das kommt vor. Kinder geraten in Panik, weil sie aufgrund schlechter Noten schon von Klassenkameraden gehänselt worden sind. Das trifft seltener Kinder mit einer starken sozialen Position in der Klasse, aber manchmal die schüchternen Außenseiter. Schulpsychologinnen und Schulpsychologen hören oft von Lehrerinnen und Lehrern, zu welch dramatischen Situationen es beim Zurückgeben von Klassenarbeiten kommen kann.

Interessanterweise gibt es in der Schullaufbahn Zeiten, in denen es geradezu «cool» ist, schlechte Noten zu schreiben, üblicherweise die Klassen 7 bis 9.Sozial starke Schülerinnen und Schüler werden beinahe «bewundert» wegen ihrer Faulheit und der schlechten Noten. Aber genau das «kippt» dann plötzlich; nach Ende der Pubertät (zumindest deren wilder Phase) ist das Zeigen von Leistung wieder sozial «angesagt».

(Fortsetzung folgt / Tipps und Hilfen)
 

Zweite Klassenpflegschaftssitzung im Schuljahr

Ich schlage den Klassenpflegschaftsvorsitzenden vor, eine zweite Pflegschaftssitzung einzuberufen und diese Sitzung für pädagogische Themen zu nutzen, für die in der ersten Sitzung im allgemeinen kaum oder keine Zeit bleibt. Bitte sprechen Sie die Klassenlehrer an.
 

Lehrerausflug

Am Freitag, dem 30. Mai, findet der diesjährige Lehrerausflug statt. Aus diesem Grund fällt an diesem Tag der Unterricht aus. Für die Schüler ist dies ein Studientag.
 

Öffnungszeiten des Sekretariats
 

Montag 7.30 - 14.00 Uhr
Dienstag -  7.30 - 14.30 Uhr
Freitag 7.30 - 14.00 Uhr

 

Der Einfachheit halber habe ich die männliche Flexionsform gewählt; selbstverständlich ist die weibliche gleichberechtigt mitgemeint.


 


Schon jetzt wünsche ich allen frohe Ostertage und erholsame Ferien!

Wolfgang Stoffel,Schulleiter

IMPRESSUM

Herausgeber, Redaktion und Gestaltung: Wolfgang Stoffel
Sofern Beiträge nicht eigens signiert sind, stammen sie vom Herausgeber.

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